Quickshot /Egoist

In der Timeline entwickelte sich eine kurze Diskussion um die Frage, ob sich Autisten egoistisch verhalten. Am gleichen Nachmittag verbreitete sich die Nachricht eines Todes: Samarie wird vermisst werden, viele fühlten mit ihr, auch ich. Ihre Erlebnisse in der Arbeit, im Krankenhaus… Und das Fuchskind zweifelte plötzlich daran, etwas Sinnvolles zuwege zu bringen.

Und ich, ich kann diese Fragen nicht voneinander trennen. Ich schreibe hier also ein kurzes Statement aus meiner, autistischen, Sicht, aber es könnte jeden betreffen, der, in welcher Form auch immer, Hilfe braucht.

Ich bin schon oft Schmarotzer genannt worden oder für Egoismus getadelt worden. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Ereignisse fallen mir ein. Mir wurde, von verschieden nahen Personen, unterstellt: ich mache es mir leicht, ich zwinge durch meine Passivität und meine Zurückhaltung die anderen dazu, für mich zu arbeiten und meine Aufgaben zu übernehmen. Ich nutze sie aus und manipuliere. Es wurde gesagt, ich liege anderen auf der Tasche, und ich dächte mir gar nichts dabei. Schiefe Blicke, weil ich die Einzige bin, die eine Einladung als solche aufgefasst hat und nicht überfreundlich abgelehnt hat. Die Schwiegermutter, die betont, wie gut ihr Sohn sich doch für die Familie einsetzt, und mir damit reindrückt, daß ich ja ziemlich ansprüchlich bin. Augenrollen, weil der Partner etwas Bestimmtes schon wieder übernehmen soll, was er selbst lästig findet. Oder, einen Schritt weiter: Streit, weil ich den autistischen Kindern Dinge abnehme, von denen ich weiss, daß sie für die Kinder eine besondere Belastung darstellen oder ihre Routine zerstören würden. Was ist dann wichtiger, die Rücksichtnahme auf ihr Wesen? Sie zu zwingen, sich den „Realitäten“ zu stellen, sich an die Anforderungen anzupassen? Erziehe ich die Kinder zu Egoisten?

Das sind ernste Vorwürfe. Solche Konflikte können eine Freundschaft oder Beziehung mit Leichtigkeit sprengen. Wenn einer immer muss, der andere nie tut… Das klingt einfach und eindeutig.

Aber

1. Man muss unbedingt, unbedingt! im Blick haben, daß Autismus schwer sichtbar ist. Also, ich meine, man sieht mir schon an, daß ich irgendwie anders bin, reichlich seltsam. Aber was genau mir Probleme bereitet, sieht man nicht. Und damit kann man nicht verstehen, warum ich bestimmte Hilfen gerne annehme, andere sogar im Moment brauche. Nicht umsonst gibt es Einrichtungen wie den GdB, Inklusion, Pflege, Betreuung. (Nichts davon wird btw von mir und meiner Familie beansprucht.) Aber was man gar nicht versteht, beurteilt man halt gerne aus dem, was man sieht. Was man sieht: eine normal intelligente, arbeitende Mutter, die könnte doch, wenn sie wollte?!

2.Wenn ich etwas nicht tue oder nicht kann oder beides, ist es keine Manipulation, siehe Anfang des Satzes. Ich tue das nicht, um irgendeine Bindung zu festigen oder weil ich Macht genießen will, das wäre eher pathologisch. Egoistisch im engeren Sinne hieße: ich mache das absichtlich so. Ich könnte anders, will aber nicht. Nun ja, ich könnte – meistens – anders. Aber dann kann ich andere, noch wichtigere, Dinge nicht mehr. Ich kann alles lernen, wohl wahr, aber meine Ressourcen reichen nicht für alles. Ich kann den Stress auf mich nehmen, in der Werkstatt oder in der Bank anzurufen und mich durchzufragen. Aber der Einkauf in vier Geschäften samt Smalltalk rundum hat schon gereicht, und den Rest des Tages gibt es Haushalt und Probleme, bei denen ich die Kinder unterstützen muss. Mein Mann hat Zeit, und er hat Vorwissen und er kennt die Leute dort. Ergo, er macht es. Es wäre wohl sinnvoll für mich, das mal zu übernehmen. Aber nicht jederzeit. Oder: die Kinder könnten es schaffen, diesen oder jenen Einkauf zu übernehmen. Ich finde aber nichts dabei, ihre Routinen zu berücksichtigen. Also, ich spreche ab, wann sie es übernehmen, und werfe ihnen keinen Egoismus vor, wenn sie nicht jetzt sofort, spontan, weil ich gerade so will, bereit sind, loszufahren. Mit anderen Menschen würde ich ja auch so umgehen, daß ich beiderseits Interessen und Skills mit berücksichtige…  Was bleibt: ich muss mich mit meinem Partner einigen, wie wir die Dinge aufteilen und wir sollten uns gegenseitig dafür wertschätzen, weil wir wissen, welche Kraft es den anderen kostet. Und danken.

Und 3., ja, das ewige Schuldgefühl, das sich daraus ergibt. In jeder Lebenslage ist man damit konfrontiert, dass einem andere Leute einfache Dinge abnehmen, für die man scheinbar zu faul oder zu blöd ist. Auch nahe Personen werfen es einem immer mal wieder vor.  Dieser Impuls, sich dann kleinzumachen, sich mies zu fühlen, sich für alles mehrfach zu bedanken und sich immer wieder zu entschuldigen, daß man es den anderen so schwer macht. Es steckt tief drin. Dieses Gefühl chronifiziert irgendwann, es begleitet einen immer. Es ruiniert auf Dauer das eigene Selbstwertgefühl. Was man tatsächlich selbst kann und leistet, verschwindet neben den Defiziten. Und auch das bezeugt, daß ich mir die Hilfe nicht einfach egoistisch erschlichen habe. Denn wäre das so, würde ich mich entspannt und selbstzufrieden zurücklehnen und mir ins Fäustchen lachen, wie gewieft ich doch bin. Aber am Ende mit Schuldzetteln beklebt durch den Alltag zu laufen, und selten gut zu schlafen, weil jeder Tag unrichtig ist – das fühlt sich ganz anders an.

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Fremdeln

Ob auf Twitter oder auf Facebook, manchmal fange ich mittendrin an, mir irgendwelche Profilbilder anzuschauen. Ich lass es gleich wieder, denn es tut mir selten gut. Das hört sich erst mal nach Masochismus an, ist aber eher eine Art von Suche.

Ich schau dann oft die Bilder schicker Damen an. Ich selbst seh nicht wirklich gut aus, und zuerst dachte ich, es ginge darum. Mir klarzumachen, dass die Damen besser aussehen als ich. Selbstmitleid zu erzeugen. Nein, passt nicht. Das bin ich nicht. Dann dachte ich, nicht nur das Aussehen, die wirken so fröhlich und selbstbewusst, zieht mich das an?

War auch knapp daneben, wie ich jetzt begriffen habe. Denn ich las über mehrere neuere Studien, zusammengefasst ergaben sie folgendes: Autisten werden von Nichtautisten in kürzester Zeit als seltsam wahrgenommen und als Interaktionspartner in die zweite Reihe geschoben. Bei Autisten wiederum variiert die soziale Angst und mit ihr die soziale Kompetenz. Nimmt man ihnen einen Teil der Angst, verhalten sie sich auch weniger schräg. Einfühlen und erfolgreich kommunizieren wiederum hängen davon ab, ob man sich als zusammengehörig empfindet und sich im Kontakt aufeinander “einschwingen“ kann.

(Alles im Detail in den Tweets von @leoschilbach nachzulesen, danke dafür!)

In der Summe ergibt dies meine wohlbekannte Erfahrung in wohlbekannter Reihenfolge. Irgendwo neu hinkommen. Sofort Befremden auslösen und ignoriert werden bzw. gelernt haben. Sich zurückhalten, weil man dann wenigstens nicht noch mehr kaputtmacht. Das Ganze in einer sich stabilisierenden Dauerschleife. Der Eindruck, einfach falsch zu sein, wächst und festigt sich unmerklich zur Überzeugung. Manchmal schraubt sich die Spirale schnell hoch, in ein paar Minuten.  Unter dieser Anspannung geht Blickkontakt manchmal kaum noch, er sticht richtig, und damit kann man sich auch schwer mit jemandem synchronisieren, sich auf ihn einstellen oder sich “blind verstehen“. Auf jeden Fall aber wird es Jahr für Jahr schwerer, an das Gegenteil zu glauben. Am Arbeitsplatz, an meinem Heimatort, entsteht langsam, sehr langsam so etwas wie Verbundenheit, aber mit der Fremdheitserfahrung braucht es wirklich lange, sich einfach mal richtig zu fühlen. Oder nur nicht-falsch…

Ich begreife jetzt: was ich versuche, aus den Profilbildern herauszufiltern, ist das Geheimnis, wie mensch es schafft, auf den ersten Blick sympathisch und annehmbar zu wirken. Wo liegt es? In der Schönheit, Ebenmäßigkeit, dem Augenaufschlag, der Ironie, der Distanz??? Ich kann es nicht verstehen. Ich bin einfach anders, und ich werde als anders behandelt. Aber ich versuche immer wieder, doch noch eine Spur zu finden.

Und umgekehrt ist es auch so, dass die Fähigkeit, unbefangen oder wenigstens angstfrei auf Nichtautisten zuzugehen, stetig abnimmt. Bei meinen Kindern ist es inzwischen so:

Der Mann ist ein Verwandter, mit dem wir neulich, alle in trauter und friedlicher Runde, Stunden verbracht haben. Und gelacht haben und uns ausgetauscht haben. So etwas habe ich mit meinen Kindern leider, leider schon lange nicht mehr erlebt. So entspannt habe ich diese Situation noch nie mit ihnen erlebt. Alle anderen Verwandten werden gemieden, denn keiner von diesen kann sich damit zurückhalten, die Kinder auf irgendeine Ungewöhnlichkeit anzusprechen. Oder verwundert zu sein. Oder nach Zeichen von sogenannter Normalität zu forschen. Oder uns rüberzuschieben, wir sollten doch mal strenger sein. Das hat leider zur Folge, daß auch Freunde von uns weitgehend gemieden werden. (Es kommen sowieso sehr selten Freunde zu Besuch).

Keine Lösung in Sicht, außer die wenigen Ausnahmen zu genießen, und sich alle Vorwürfe zu sparen.

Gedankensplitter /Elli hatte Geburtstag

Runden Geburtstag. Und alle, alle waren eingeladen, zum vollen Programm. Alles das, was die Menschen hierzulande dazu notwendig finden: viel essen, trinken, Musik, lustige Einlagen, Diashows auf dem Beamer.

Ich hatte auf Twitter schon rumgenörgelt wegen dieser Veranstaltung. Weil ich schon vorher keine Lust hatte, nein, halt, stimmt gar nicht.

Ich freute mich schon auf das Fest, natürlich, warum auch nicht? So ein Misanthrop bin ich jetzt auch wieder nicht! Freute mich über die Einladung. Aber ich hatte aus Erfahrung auch Angst und Bedenken, wegen dem Lärm , dem gezwungenen Beisammensein, dem steifen Rumsitzen. Auch darüber hab ich mich auf Twitter ausgelassen: jeder, den ich fragte, war nicht erbaut von der Aussicht, aber alle sind sich einig, daß es sein muß.

Nur ist die Anstrengung für mich ungleich größer. Im Nachhinein habe ich die Feier ganz gut überstanden, ohne Kopfschmerzen oder ähnliches. Ich konnte mich weniger unterhalten als gewollt, weil die Geräuschkulisse zu laut und unstrukturiert war, aber ich hab mich im Verhalten wohl ganz gut angepasst. Dem üblichen Kindervergleich („Was machen deine so in der Freizeit, meine wasserskifahren ja in Hongkong!!!“) bin ich smart ausgewichen. Nur einmal die übliche Frage, ob ich wohl sehr müde sei, mit dem Unterton, ich solle doch lockerer sein: wo ich doch nicht müde war, nur eben weniger Mimik zur Schau stelle… geschenkt.

Und doch wird die Erinnerung mich ins nächste Jahr begleiten. Dann werde ich einen runden Geburtstag feiern. Gestern habe ich mich unwillkürlich an Ellis Stelle versetzt, und nichts passte daran. Elli ist zu 100% mein Gegenteil. Und sie ist extrem beliebt. Ich darf die letzten beiden Tatsachen nur nicht logisch verknüpfen… Ich bin weder sehr beliebt noch bekannt. Eine Feier, wo die halbe Stadt Elogen auf mich hält und witzige Anekdoten zum Besten gibt, kann ich vergessen.

Ich könnte den Spiess umdrehen, eine tief nachdenkliche Feier machen und alle mit meiner Autismus-Betroffenheit heimsuchen. Nein, will ich nicht.

Ich könnte ganz verzichten. Ich bin nahe dran.

Nein, ich möchte eine Feier, und ich möchte sie an mich anpassen. Vielleicht auch als Outing-Gelegenheit nutzen, aber auf eine leichte Art und Weise, die das Thema beiläufig und undramatisch anpackt und die mir erst noch einfallen muss. Was ich brauche? Ein Buffet, so daß niemand gezwungen ist, am Platz sitzen zu bleiben. Einen festen zeitlichen Rahmen, ein festes Ende. Weniger Gäste, aber darunter auch Gäste aus meiner Arbeitswelt- die Kollegen achten sich untereinander, und der Kontakt zu ihnen tut mir sehr gut. Meine Feier soll ein Abbild meines Lebens sein, da gehört die Arbeit dazu. Programm? Sicher, ein Film oder Musik soll sein, und ich halte irgendeine Art von Ansprache. Was darüberhinaus passiert, bleibt den anderen überlassen.

Ich war gestern von den Eindrücken angestrengt, und am Ende fast mutlos geworden, aber jetzt begreife ich das Ganze als Ansporn, für mich die richtige Form zu finden.

Alles ganz normal

Eine der kurzen, nur minutenlangen Sequenzen, die trotzdem für mich alles aussagen können.

Sonntag vormittag, alle im Haus verteilt. Ich höre Stimmen im Garten, eine Sekunde später kommt mein Mann mit einem älteren Bekannten herein, der etwas zurückbringt. Mein Sohn, der mich gerade ansprechen wollte, ringt sich noch ein „Hallo“ ab, ehe er elegant und als ob er es eh vorgehabt hätte, um die Kurve biegt und die Treppe hoch verschwindet. Der ältere Bekannte, der kurz stutzt und sich etwas darüber lustig macht. Immerhin, er ruft keine Bemerkung der Art „als ich so alt war wie du, konnten wir uns noch benehmen“ hinterher. Ich, die ich froh bin, daß er mich bei der Hausarbeit antrifft und so einen erwünschten Eindruck hinterlasse. Mein Mann, der ihn gleich etwas Technisches fragt, denn er ist ein „Machler“. Einer der handwerklich Versierten, die hierzulande jede Familie in der Hinterhand hat, um sich in allen Lebenslagen zu behelfen. Die Kinder in den Zimmern, so lange sie seine laute Stimme hören, bleiben sie dort auch, mit Sicherheit. Drei Minuten später ist alles erledigt, er verabschiedet sich.

Alles normal, so weit? Wir die Aliens, die ihm mit Müh und Not eine für ihn kompatible Fassade anbieten können? Denn obgleich er mit unserer Familie gut bekannt ist, habe ich weder ihn noch seine Frau jemals irgendwie andeuten hören, etwas sei nicht in Ordnung. Nein, alles ganz normal. So wie es sein soll.

Doof nur, daß ich weiß, daß auch andere sich über seine ruppige Art aufregen, über seine manchmal distanzlosen Kommentare. Daß seine Frau ein TV-Junkie ist, die ihr Leben scheinbar in der Öffentlichkeit verbringt, aber mit großer Erleichterung die Tür hinter sich und ihrer Küche zumacht, um zu sein, wer sie ist. Daß ich weiß, daß er sich darum sorgt, aber nichts daran ändern kann, er also mit seiner Sorge neben ihr her lebt. Und selbst aufblüht, wenn er einmal im Jahr mit Kumpels in Urlaub fährt.

Kommt das so an, als fände ich ihn unsympathisch? Das wäre schade, denn im Gegenteil, seit ich ihn mit leuchtenden Augen über seine Urlaube habe sprechen hören, ist er mir sehr sympathisch. Und dankbar für seine technische Hilfe bin ich sowieso.

Aber es ist einer der scheinbar unausweichlichen Momente, wo ich mir wünschen würde, die „normale“ Fassade hätte nicht so eine große Bedeutung. Mir würde das das Leben erleichtern, ich müsste nicht so oft einen Schlingerkurs hart an der Verleugnung vorbei fahren. Offenheit ist so viel leichter, energiesparender. Offenheit ist ja etwas anderes als Schroffheit. Und auch ihm und seiner Frau, wäre es für sie nicht auch leichter, sich selbst unangenehme oder „peinliche“ Dinge zuzugestehen?

Ich kann nachvollziehen, warum sie lieber die „Alles ganz normal“Tour wählen, gerade in ihrer Generation. Es ist trotzdem einer der kurzen, aber intensiven Momente, wo ich gern ein kleines autistisches Stückchen von mir verschenken würde…

Die alte Leier

Die gute Nachricht: ich hab mir Zeit und Geld freigeschaufelt, mich in einem VHS-Kurs zu einem Hobby angemeldet und bin auch hingegangen. Ich hab auch fest vor, dabei zu bleiben.

Ich hab ich mir auch alles schön ausgemalt: endlich zugesagt, was ich schon lang mal ausprobieren wollte. Mit dabei hauptsächlich andere Damen meines Alters, die ich zumindest vom Sehen ein bisschen kenne und die nicht unsympathisch sind.

Die schlechte Nachricht: meine F*ing sch*blöde autistische Art bremst mich schon wieder aus.

Vielleicht nicht mal so offensichtlich. Obwohl. Doch. Etwas irritiert sind die anderen dort schon von mir, jedenfalls sprechen sie mich betont vorsichtig an. Die Glaswand baut sich schon auf…

Und wiewohl ich mich natürlich bemühe, mich anzupassen, reinzupassen, nicht anzuecken und die Kommunikation nicht auszubremsen durch mein Talent, zu verstören: es gelingt nur halb, und sieht auch nur so aus.

Innerlich muß ich mich durchkämpfen und mir Geduld einreden.

Wenn ich nicht erkennen kann, wer zu wem wie steht. Warum in diesem Kreis so viel andächtig kulturelle Aspekte bestaunt werden und so wenig spontan geredet wird oder warum ich als Einzige mal einen Scherz mache. Passiert mir sonst nie.

Wenn ich keinen Hinweis bekomme, was ich tun muss, um in die WA Gruppe zu kommen, und mir direktes Nachfragen noch zu früh scheint.

Wenn ich wieder mal mein Zuhören erzwingen muss, weil andere Leute es scheinbar geniessen, dasselbe Detail wieder und wieder hin und her zu wenden. Ich nicht einsehen mag, dass ein Gespräch nur den Zweck gar, sich gegenseitig zu bestätigen, und inhaltlich wertlos oder banal ist.

Wenn ich mich auf die Zunge beissen muss, nicht ellenlange Sätze von jemandem selbst vorschnell zu Ende zu sprechen oder eine Information einzuwerfen, die seit gefühlt 100Minuten überfällig ist – weil ich damit die Pointe töte.

Wenn ich mich schnell und zielgerichtet an meine Aufgabe mache, und ich es nicht schaffe, die gleiche abgeklärte Arbeitshaltung wie der Rest zu zeigen.

Wenn ich mich über eher skurrile Einfälle meinerseits freue (brainstorming ist doch spannend?), und im Hintergrund ratlose Blicke spüre.

Ich fuhrwerke wie ein übereifriges Kleinkind unter Erwachsenen…

Gedankensplitter/ Erleichterung

Die letzte Woche war sozial richtig intensiv. Soviele Menschen wie an diesen vier Abenden treffe ich im Privaten sonst in einem halben Jahr. Vielleicht. Und das Spannende ist: jedes Treffen war mit anderen Menschen, jeweils ein anderer Kontext, eine andere Zeit, die mich und sie verbindet.

Im ersten Treffen war mir zwischendrin plötzlich traurig zumute. Jemand mir Wichtiges erschien unangenehm, klagend. Jemand anders, den ich immer mochte, redete an mir vorbei, wie immer, seit er weiß, dass ich Autistin bin. Ich fing an, mich unwohl zu fühlen, und ärgerte mich gleichzeitig, weil ich diese Kontakte beibehalten will. Eine nette Runde, und ich wollte nicht schon wieder an den Rand geraten.

Etwas kippte. Erstaunt registrierte ich einen völlig neuen Gedanken: mir wurde klar, dass diese Runde auch wegen mir noch besteht. Ich konnte meinen Beitrag plötzlich erkennen. Es ist auch mein Beitrag, wenn diese Menschen zueinander gefunden haben. Für diese Menschen war ich immer Ruhepol, Ratgeberin. Ich habe viel investiert, um zu helfen, anzuleiten, auszugleichen. Wäre ich nicht beteiligt gewesen am guten zwischenmenschlichen Klima, damals…wir würden nicht bis heute gern an diese Zeit zurückdenken, und die Runde wäre gar nicht eröffnet worden.

Und einmal auf diese Spur gebracht, konnte ich auch bei den weiteren Treffen darauf achten: auf meine Rolle, darauf, dass ohne meinen Beitrag einiges nicht so stabil wäre, und wenn nicht alle respektvoll miteinander umgehen, fühlt sich am Ende wohl keiner wohl. Ich stellte erstaunt fest, wie viel Menschen noch von mir wissen, in deren Leben ich doch scheinbar gar nicht vorkomme.

So viel zum Thema Klischee versus Realität.

Der Erwartung entsprechend, die man Autisten entgegenbringt, fallen mir solche Treffen schwer. Ich werde schnell müde, es strengt sehr an. Nach einer Stunde, in der ich mich noch zusammenreissen und einbringen kann, sacke ich allmählich zusammen und trage fast nichts mehr zur Unterhaltung bei. Oder ich spule die  immer gleichen paar Sätze ab. Oder lache einfach immer mit. Oder werfe zufällig Sätze ein, die zur Hälfte im ratlosen Blick der anderen verpuffen. Sicher langweilig mitzuerleben.

Aber eigentlich macht das nicht so viel aus. Denn  was dem autistischen Klischee fehlt, ist das, was Autist langfristig beitragen kann, und das ist nicht so vordergründig: Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit, Konstanz, ruhiger Umgang mit Problemen, Sachlichkeit, Unbestechlichkeit, Fairness, respektvoller Umgang, Toleranz, Abneigung gegen Vorurteile.

Ich hab das jetzt bewusst so betont und breit getreten. Nicht, um anzugeben oder mich herauszuheben. Sondern um zu betonen, dass auch solche unscheinbaren und manchmal bescheidenen Eigenschaften ihren Wert haben und das Miteinander unmerklich angenehmer machen.

Ein notwendiger Abschied

Und wieder ist es an der Zeit, sich zu verabschieden.

Diesmal aus meinem Lieblingssportkurs. So nenne ich ihn, weil er mir viel gebracht hat. Aber Ende des Jahres höre ich auf damit und führe den Sport irgendwie anders weiter.

Schade, aber ich bin zunehmend frustriert über die Stimmung dort. Besser gesagt, darüber, daß ich mir immer isolierter darin vorkomme. Anfangs waren noch weniger Teilnehmer. Und ich hab die Gelegenheit genutzt und wirklich versucht, Kontakt aufzunehmen, nicht nur danebenzustehen. Ich hab bei einer Vorführung mit teilgenommen, mich im Gespräch eingebracht, Plätzchen vorbeigebracht.

Es sind aber undurchsichtige Verhältnisse. Die Leiterin tut freundlich, läßt aber nicht durchblicken, was sie wirklich denkt. Sie hat eigene Probleme mit sich oder auch mit mir, was weiß ich. Jedenfalls wird über mich hinweggeschaut, wenn irgend möglich.

Ich vertrage es andersherum durchaus, wenn mir ein Abstandswunsch signalisiert wird, ich kann mittlerweile besser zwischen den Zeilen lesen. Aber wenn jemand mir gegenüber sonst superfreundlich ist, mich von sich aus zuerst per Facebook und Handy kontaktiert, dann in einem neuen Facebook-Account nicht wieder aufnimmt – wie kann ich dann wissen, was da passiert ist?

Der Punkt ist der, daß ich mich damit gar nicht herumplagen will.

Dann halt nicht. Good bye.

 

 

 

Buch&Welt

Der erste Autist, von dem ich außerhalb meiner Familie erfuhr (von dem abgesehen, der das Thema zufällig indirekt ins Rollen brachte, aber das ist eine ganz andere Geschichte) war Peter Schmidt. Ich stiess auf einen Bericht in der Geo, und las dort darüber, wie er in seinem Studium auf Expeditionen unterwegs war. Auf seine eigene, exakt geplante Art und Weise, aber doch. Und momentan lese ich gerade die  Autobiographie eines Autisten: auch einer, der viel gereist ist, viel Radtouren unternimmt, viel Sport treibt. Immer irgend einen Freund in der Gegend hat, mit dem er etwas unternehmen kann.

Ich bewundere das. Für mich war mein Autismus immer verbunden damit, irgendwo in sicheren Grenzen zu sein, in einem überschaubaren Raum. Auch damit, allein zu sein. Vielleicht aber spielt da die familiäre Prägung doch eine Rolle. Alles, was außer Haus passiert, mußte und muß ich mir allein erschließen.

Ich erinnere mich: während meines ersten Arbeitseinsatzes rüffelte mich ein Oberarzt, weil ich einen arabischen Patienten zu „neutral“ behandelte: „Da muß man doch darauf zugehen! Sich dafür interessieren!“

Naja, es war ja nicht so, daß mich die Welt dieses Patienten nicht interessiert hätte. Aber ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, daß ich ihn befragen kann. Damals.

Und was liegt nun nahe, wenn man einen unterbeschäftigten Kopf, aber wenig Möglichkeiten hat und noch weniger Mut und Kompetenz, in der grossen weiten Welt etwas zu lernen? Richtig, man beginnt eine intensive Beziehung zu Büchern.

So viele schöne Erinnerungen zu diesem Thema. Als Kind las ich jedes Buch im Regal meiner Eltern, die (Eduscho) Kunstbände, die Aufklärungsbücher. Bei Verwandten Romane im Reader`s Digest. Billige Teile, aber ein großes Entdeckerabenteuer für mich. Was für ein Glück, daß mich niemand aus pädagogischen Gründen davon abhielt, den Weißen Hai oder Quo Vadis zu lesen. Die Buchhandlung der alten Frau, mit der Riesendogge unter der Theke. Die Buchhandlung mit den Zeitungen und den tollen Stiften. Grosse Augen im Hugendubel, das erste Mal in der grossen Stadt. Noch größere Augen in der Staatsbibliothek. Die Zeit, als ich in der Bibliothek jobbte und mich durch die Medizinerbücher blätterte. Später dann freundschaftlich verbunden mit einer Buchhändlerin und Einblick in Bücher, an denen ich sonst vorbeigelaufen wäre. Und und und.

Das Klischee besagt „Bücher eröffnen neue Welten.“ Damit konnte ich nie etwas anfangen, das war mir immer ein komischer, aufgeblasener Satz. Ich wollte ja nie in eine neue Welt. Ich wollte in meiner sicheren Welt bleiben.

Dabei ist es genau so, wie das Klischee sagt. Und wenn ich nun sage, ich bin jetzt mittlerweile genauso glücklich,  wenn sich mir Menschen wie Bücher öffnen? Jetzt, da ich mit ungleich mehr Menschen in Kontakt komme. Und nicht mehr davor zurückscheue, zu fragen? Wenn ich sie lesen darf, und nicht nur den Einband, sondern auch ihre Historie und Fußnoten kennenlernen darf? Vielleicht denkt jetzt der ein oder andere Leser: typisch Autist, behandelt Menschen wie bedrucktes Papier. Aber das ist gar nicht gemeint. Was ich gern teilen möchte, ist meine Vorstellung: Menschen öffnen, wie man ein Buch aufklappt oder eine Tür öffnet. Schicht um Schicht kennenlernen. Wissen, daß da immer ein Eck bleibt, das nicht zu entziffern ist oder zwischen anderen Seiten versteckt bleibt.

Vielleicht behandele ich Menschen wie Bücher.Vielleicht trifft auch das Gegenteil zu? Vielleicht behandel ich Bücher wie Menschen? Fühle und leide mit ihnen?

Wer weiß das schon?

 

Abgehakt

Ich treffe die Nachbarin auf dem Markt, wir unterhalten uns ein bisschen, da guckt sie mich vertraulich an und fragt: „Sag mal, deine Kinder, wo sind die den ganzen Tag? Die sieht man ja nie im Garten, wollen die nicht raus?“

Ach, Nachbarin. Nein. Die wollen nicht raus.

Ich nuschel was von „Pubertät, du weißt schon…“.  Die Frau ist nett, aber wir sind uns nicht so nahe, daß ich ihr vom Autismus erzählen würde. Wir sprechen nur kurz, und ich will nicht, daß sie mit einer Klischeevorstellung nach Hause geht.

Wie schon anderswo erwähnt: die Kinder wollen auch ganz explizit nicht geoutet werden.

Mir fällt die Episode ein, weil K2 heute gefragt hat, ob mein Mann mit ihm Federball spielt. K2 macht so etwas manchmal, aus Prinzip. Obwohl das letzte Spiel im Streit endete. Er war am Limit, weil ständig Nachbarn vorbeiliefen, als mein Mann ihn auch noch kritisierte. Daraufhin warf er den Schläger hin und ging. Mein Mann war perplex, weil er den Stress nicht nachvollziehen konnte. Ich bewundere unseren Sohn schon dafür, daß er es immer wieder versucht. Ich selbst erinnere mich nur sehr ungern an die paar Mal, als ich als Kind Federball spielte: motorisch ungeschickt und dann auch noch vom Gegner lächerlich gemacht.

Federball geht manchmal. Sportverein wurde aufgegeben, weil die soziale Belastung an einem Punkt unerträglich wurde, als eine Trainerin wegen eines verschwundenen Euros ausflippte und alle bestrafte. Trampolin, Tischtennis, Kicker. Besitzen wir. Bäder sind mehrere ums Eck. Wurde alles genutzt, eine Zeit lang auch intensiver. Aber jetzt, in der Pubertät, können wir die Kinder nicht mehr einfach ins Auto packen und irgendwo hinfahren. Zum Einen. Zum Anderen ist ihnen die Anwesenheit der Nachbarn jetzt schmerzlich bewußt: sie meiden den Garten, wo man sie beobachten und ansprechen könnte. Was unsere Nachbarn ja auch tun. Und fast nichts hassen unsere Kinder mehr (und wie gut ich das verstehe…) als die scheinbar oberflächlichen, und dabei doch eher abschätzig-bewertenden Kommentare von Nachbarn und Bekannten. Ein undankbares Gefühl, etwas nicht zu können, dann mit denen verglichen zu werden, die das ganz easy finden,  und dann auch noch auf diese spezielle Art des smalltalks nicht gut antworten zu können.

Das sind also alles Dinge, die abgehakt sind.

Es geht zwar allgemein die Klage, die Kinder heutzutage bewegten sich nicht mehr. Und alle mir bekannten Mütter von Teenies witzeln über den Nachwuchs, den man nur noch am Esstisch zu Gesicht bekommt. Und doch, mit autistischen Kindern ist es nochmal ganz anders. Denn man muß als Eltern hoffen, daß sie ein Spezialinteresse finden, daß sie in Bewegung bringt, oder Freunde. Ansonsten fällt es ihnen schwer. Es ist ihnen komisch, „einfach so“ rauszugehen, ob  Spaziergang, Rad oder Schwimmen. Ohne eine festgelegte Route, einfach frei Schnauze, finden sie sich nicht zurecht. Ich versteh das,  auf unserem Trampolin war ich auch nur, wenn ich wußte, welche Sprünge ich vorhatte und wenn ich mitzählen konnte. Jedenfalls bin ich sehr froh, daß sie wenigstens Grundfertigkeiten gelernt haben. In meiner Kindheit hatte ich nichts davon, so daß ich als Erwachsene erst lernen mußte, mit schwimmen zu gehen oder bergzuwandern.

Es wird Herbst, alle Gerätschaften werden überwintern. Und nächstes Jahr müssen wir uns zusammensetzen, um zu entscheiden, ob wir etwas davon verkaufen, oder ob wir kleine gemeinsame Bewegungsroutinen aufbauen, damit wir alle uns besser aufraffen können.

Ach wie gut dass niemand weiss… ?

Achtung: dies ist nur ein kurzes sehr persönliches update.

Es gibt, zum Thema Autismus und Outing, speziell im Job, schon vielerlei ausführliche und differenzierte Betrachtungen. Aber hier zu meiner Situation.

Ein kleiner Teil meiner Freunde und Arbeitskollegen weiß, daß ich Autistin bin. Die grundsätzliche Schwierigkeit, sich anderen zu offenbaren, liegt bei Spät-Diagnositizierten wie mir darin, daß ich selten jemand Neues kennenlerne: dann könnte ich eine entsprechende Information während des Kennenlernens einbringen. Aber fast alle meine Bekannte kennen mich seit Jahren, und ihnen gegenüber kommt ein Outing einem spürbaren  Einschnitt gleich.

Dreimal machte ich das schon: eine gute Freundin reagierte kaum überrascht und unaufgeregt, Kollegen und eine Runde Bekannter nahmen es zur Kenntnis, klopften mir auf die Schulter und bestätigten mir, es würde sich nichts ändern. Ich bliebe ja schließlich „die Alte“.

Das war einerseits erleichternd. Andererseits auch etwas enttäuschend. Denn Nachfragen, was Autismus denn bedeutet oder was das neue Wissen für mich bedeutet, kamen keine. Alle gingen davon aus, daß es weitergeht wie vorher, so als ob es um eine andere Blutgruppe ginge, nicht um einen Umstand, der Identität und soziales (Er-)Leben maximal beeinflußt. Und es stimmte auch nicht immer, daß sich nichts ändern würde: diejenigen, die sich vorher schon über mein seltsam unspontanes Verhalten gewundert hatten, ignorierten mich jetzt endgültig. Leider. Waren sehr liebe Menschen darunter.

Ja, und jetzt sind mittlerweile genug neue Kollegen da, so daß sich mir, anläßlich einer grundlegenden Versammlung, die Outing-Frage wieder stellte. Sollte ich mich offenbaren? Jetzt noch, am Übergang, wo noch keine engere Bekanntschaft entstanden war? Ich habe es dann doch nicht gemacht, die Stimmung und Themen während des Treffens paßten gar nicht, einige fehlten, ich wollte nicht unangenehm „reingrätschen“.

Einerseits warte ich weiter auf die nächste Gelegenheit. Denn ich weiß ja nun mal um meine Verschiedenheit, was sie ausmacht, was sie für Folgen hat. Es wäre erleichternd für mich, es einfach laut auszusprechen, denn: ich möchte authentisch sein, so wenig wie möglich doppelt sein oder Dinge vorspielen. Ich möchte „weird“ sein können, wenn die dauernde Anpassung  nicht zwingend sein muß oder mal zuviel wird. Ein Outing könnte auch vielen Mißverständnissen vorbeugen: warum ich die wenigsten Privatkontakte habe, beim smalltalk anstrengend und angestrengt bin, nicht auf private Feiern mitgehe etc.. Und: ich könnte vielleicht bestimmte Rücksichtnahmen erbitten. Ich weiß ehrlicherweise im Moment noch nicht welche, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und ein Schulterklopfen dafür, was ich aus meinen beschränkten Chancen gemacht habe, wär auch nicht soo schlecht…

Andererseits: ist „outen“ gleich „etwas Schlimmes beichten“?

Ich möchte es eher als Zusatzinformation betrachten, und nicht dem allgemeinen Vorurteil folgen, daß Autisten ein schweres Kreuz mit sich tragen, eine Last. Zumal mich als Psychologin diese Art Zuschreibungen und die verbreiteten Klischees doppelt betreffen, beruflich und privat. Das wäre der einzige Grund, der mich ernsthaft vom Outing abhalten könnte: wenn es der Klinik schadet, oder meiner Stellung im Job, weil ich alleine einen echten Tsunami aus Vorurteilen, z.B. seitens der Patienten,  nicht aufhalten könnte. Nun, danach sieht es nicht aus.

Und wenn ich es noch mache, dann, wie gesagt, nicht aus einer „Schuld“ heraus, eine verschwiegene „Schwäche“ zu offenbaren. Denn dieses Konzept von „gut vs schlecht“ ist viel zu eindimensional. Und wenn ich nur kurz rekapituliere, was ich alles schon an echten Schrägheiten von Fachkollegen erfahren habe… *hier schamhaftes Schweigen* …dann hab ich wirklich keinen Grund mehr, mich irgendwie als insuffizient zu sehen.

Wenn ich doch noch eine Gelegenheit nutze, mich zu outen – und sei es auch so beiläufig und undramatisch wie möglich, so wäre es mein Ziel – dann einzig und allein um meiner selbst willen.