Detail: Spezialinteresse? Emotionale Bindung?

Nachfolgend nur eine kurze, aber typische Szene in einer nicht-autistisch-autistischen Familie. Um zu zeigen, dass die Kriterien für eine Diagnose, buchstäblich genommen, in die Irre führen können. Man muss manchmal ins Detail gehen, um ein autistisches Verhalten verstehen zu können.

Die Vorgeschichte ist, daß wir seit ein paar Monaten neue Katzen haben. Sicher würden die meisten tierliebenden Teenager an den Tieren mit Liebe hängen. Noch dazu, wenn, wie bei uns, das erste geliebte Tier verstorben ist. Ich zögere aber nicht, die Art und Weise, wie bei uns die Tierliebe ausgelebt wird, mit einem Spezialinteresse zu vergleichen. Nota bene, das Gefühl von Liebe ist das Gleiche wie bei jedem. Das Bestreben, daß es dem Katzerl gut geht, daß es sich wohlfühlt, gut versorgt ist. Rücksicht nehmen, sich anpassen. Mit ihm mitfühlen, mitleiden, ihm Angst, Schmerz und Hunger ersparen wollen. Mit Rührung und Lächeln das Katzerl beobachten oder von ihm sprechen. Sichtbarer, geteilter Rührung. Liebe.

Aber der Umgang insgesamt ist anders, als in „normalen“ Familien zu erwarten. Starrer, ritualisierter. Rigider. Aber auch ausufernder. Die Kinder sind nicht einen Tag mehr, einen weniger damit beschäftigt, etwa weil sie manchmal keine Lust dazu hätten oder andere Pläne (erst recht keine sozialen Verpflichtungen). Sie wiederholen jeden Tag x-mal das gleiche ritualisierte Verhalten, wenn sie nach den Katzen sehen, darüber sprechen, sich mit ihnen beschäftigen. Und jedes Detail ist ihnen wichtig. Sie haben also sowohl eine emotionale Bindung als auch ein ausuferndes Interesse daran.

Für mich heißt das, ein Spezialinteresse kann im Prinzip aus allem entstehen.

Emotionale Bindung zeigt sich auch in der versprochenen Szene.

Kind kommt zu einer Zeit in die Küche, in der die Katze sonst immer da ist, jetzt gerade nicht. Seit einer Stunde ist sie abgängig. Kind macht sich Sorgen. Nicht (oder nicht nur), weil das Ritual unterbrochen ist – Sorgen, weil dem Tier etwas fehlen könnte, Trauer, weil es nicht da ist, Angst vor dem Verlust. Das nenne ich emotional gebunden. Das gleiche Kind, das sonst ewig allein im Zimmer sein kann, ist allein, weil der Realkontakt zu stressig ist zu anderen Teenagerbuben. Verständlicherweise hat es kein Interesse an dem Streß, er bringt mehr Frust als Spaß. Das gleiche Kind freut sich aber, wenigstens online verbunden zu sein, es freut sich, wenn es Anerkennung erfährt durch eine Bemerkung. Und es liebt seine Katze. Und sein Geschwister. All dies trotz der Tatsache, daß soziale Kontaktschwierigkeiten und soziales Desinteresse, auch das Geringschätzen von oberflächlichen Begegnungen, eindeutig da sind.

Katze verschwunden. Kind aggressiv und stoffelig, weil gerade überfordert. NT-Mann aufgeregt, versucht abzuwiegeln. Kind noch stoffeliger. Verzieht sich lieber. Ich gehe im Kopf derweil Handlungsoptionen durch und überlege, wann man suchen gehen muß. Auch, um dem Kind damit Sicherheit zu geben. Meine eher autistische Art, es zu beruhigen. Denn, mir tut jetzt das Kind leid. Ich seh aus dem Augenwinkel eine Bewegung draussen (Detailwahrnehmung…), Mann folgt meinem Blick, sieht die Katze. Ruft laut. Ich verstumme, weil das Gucken und Rufen und Gedrängt-werden für den Moment zu viel sind (und ich nenne das mutistisch, wenn auch im kleinsten Rahmen). Ich muß kurz weghören, denn meine Stärke ist klares rationales Denken und Handeln. Dann rufe ich die Katze, die sofort reinkommt. Auf meinen Mann würde sie nämlich nicht hören, ich glaube, das kann man fast als diagnostische Kriterium werten 😉.

Alles Geschilderte ist banal, für sich genommen, Kleinigkeiten. Aber typische, sehr typische Kleinigkeiten.

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Ein notwendiger Abschied

Und wieder ist es an der Zeit, sich zu verabschieden.

Diesmal aus meinem Lieblingssportkurs. So nenne ich ihn, weil er mir viel gebracht hat. Aber Ende des Jahres höre ich auf damit und führe den Sport irgendwie anders weiter.

Schade, aber ich bin zunehmend frustriert über die Stimmung dort. Besser gesagt, darüber, daß ich mir immer isolierter darin vorkomme. Anfangs waren noch weniger Teilnehmer. Und ich hab die Gelegenheit genutzt und wirklich versucht, Kontakt aufzunehmen, nicht nur danebenzustehen. Ich hab bei einer Vorführung mit teilgenommen, mich im Gespräch eingebracht, Plätzchen vorbeigebracht.

Es sind aber undurchsichtige Verhältnisse. Die Leiterin tut freundlich, läßt aber nicht durchblicken, was sie wirklich denkt. Sie hat eigene Probleme mit sich oder auch mit mir, was weiß ich. Jedenfalls wird über mich hinweggeschaut, wenn irgend möglich.

Ich vertrage es andersherum durchaus, wenn mir ein Abstandswunsch signalisiert wird, ich kann mittlerweile besser zwischen den Zeilen lesen. Aber wenn jemand mir gegenüber sonst superfreundlich ist, mich von sich aus zuerst per Facebook und Handy kontaktiert, dann in einem neuen Facebook-Account nicht wieder aufnimmt – wie kann ich dann wissen, was da passiert ist?

Der Punkt ist der, daß ich mich damit gar nicht herumplagen will.

Dann halt nicht. Good bye.

 

 

 

Bodenhaltung

Also, so schwer ist das ja nicht, sich einen Autisten zu halten! Es kommt jetzt in Mode, und mit ein paar Tipps schaffen Sie das auch.

Ich will Ihnen das an ein paar einfachen Dingen  demonstrieren.

Also, am wichtigsten ist die Bodenhaltung, oder auch: die Bodenhaftung. Mit einem Autisten verständigen Sie sich am besten in ganz einfachen, klaren Worten. Also Sie sagen ganz einfach genau das, was sie meinen. Sie müssen gar nix ausschmücken oder höflich umschreiben, einfach ganz direkt. Auch nicht öfter wiederholen. Sie müssen nicht mal den Tonfall variieren, gleichbleibend sachlich reicht vollkommen. Und ganz wörtlich bleiben, denn das ist die Sprache, die Ihr Autist versteht. Aber Vorsicht, wenn man im konkretistischen Denken und Sprechen ungeübt ist, kann das tricky sein. Zum Beispiel räsonieren Sie laut vor sich hin, ob man „am Samstag ins Kino gehe, man könne ja dann mit X noch auf ein Fluchtachterl“. Dann aber beschweren Sie sich bitte  nicht, wenn es Samstag abend Stress gibt, weil Sie sich weigern, vom Sofa aufzustehen. Sie wollten doch ins Kino?! Ja, nein, doch, orr?!! Jedenfalls, die Kinokarten sind vorbestellt, X wartet, und Sie sind mit Schuld. Hätten ja deutlich sagen können, daß Sie nur überlegen, ob! Ihr Autist meint ja auch alles so, wie er es sagt. Das erspart Ihnen viel Raterei, Unsicherheit und Therapiezeit.  Wenn er z.B. sagt, Sie haben die geilsten Augen ever, dann heißt das: genau. Also, ein bisschen Umstellung wird schon notwendig sein in Ihrer Kommunikation. Dafür lernen Sie, sehr präzise und logisch zu denken, und das kann ja nun nicht schaden! Es ist halt z.B. ein Unterschied, ob Sie sagen: „Y ist nicht mehr in der Firma“ oder, und das meinten Sie wohl, „Y ist nicht mehr in seinem Büro im Gebäude der Firma, und zwar, weil er schon Feierabend macht und bereits zuhause ist“. Im ersteren Fall kann es leicht sein, daß Ihr Autist die Meldung wörtlich weitergibt, und dann gibt es blöderweise diplomatische Konsequenzen, die Sie hätten vermeiden können.

Genauso verhält es sich mit Angaben zur Uhrzeit, und das bringt uns zum zweiten Punkt: die klassische Freilandhaltung ist gut für Hühner, aber zu beunruhigend für Autisten. Hühner und andere Mitmenschen können wohl mit variablen Grenzen umgehen, Autisten nicht, die sind immer gleich so verwirrt davon. Dabei gilt, aufgepasst: Ihr Autist hat gar nichts gegen Kontakte mit Mitmenschen, nichts dagegen, Neues kennenzulernen, rauszugehen. Im Gegenteil, er kann neue Dinge unheimlich schnell und gründlich lernen, viel gründlicher als Sie! Er kann sich an verschiedene Menschen anpassen. Und er ist auch nicht faul! Aber er muss genau wissen, was, wann, wo, wie lang, wer, warum. Er geht auf jede Party mit und auf jede gefährliche Expedition, wenn: er sich darauf verlassen kann, ob er neben Ihnen sitzen bleiben kann, mit wem er nicht reden muss, ob und was er tanzen muss, wann er wieder gehen darf! Also: wenn derlei Dinge fix abgemacht werden und auch eingehalten werden. Also bitte, wenn Sie miteinander eingeladen werden, dann verlangen Sie nicht, daß Ihr Autist sich mal eben an einen anderen Tisch setzt, um dort ein Weilchen zu reden, und verlangen Sie nicht, daß er mit der doofen Urschel schöntut und verfallen Sie nie, nie, niemals auf die Idee, 5min vor Gehen doch noch bleiben zu wollen! Lassen Sie ihn unspontan rumsitzen, und geniessen Sie Ihre Zeit, und gut ist.

So gesehen, als Nutztier ist so ein Autist äußerst nützlich. Machen Sie eine klare Aufgabenteilung, quatschen ihm in seinen Bereich nicht rein, und Sie werden staunen, wie alles flutscht! Ähäm, nicht reinquatschen heißt auch: lassen Sie ihn alles nacheinander machen. Multitasking ist möglich, aber ungeeignet. Unterbrechen Sie ihn nicht, das macht ihn verrückt und extrem gestresst. Und wenn Sie ihn unterbrechen, weil Ihnen noch etwas eingefallen ist zu tun oder zu bereden, machen Sie ihm klar, daß Sie das später (wann?) noch einbringen wollen, aber daß er nicht jetzt sofort reagieren muss. Also, er kann wie geplant die Maschine ausräumen, und dann, wenn er Zeit hat, mit Ihnen den Einkauf bereden. So einfach ist das nämlich, und gleichzeitig so effizient. So ein Nutztier braucht Pausen, Sie ja auch, und auch in den Pausen, bitte: lassen Sie Ihrem Autisten sein eigenes, wenn auch noch so kleines Reich. Er braucht das. Zeiten ohne alles und jeden. Vielleicht ist das die wichtigste Haltungsanforderung…

Sonst? Nur noch kleinere features, je nachdem: vielleicht spezielles Essen, vielleicht besondere Routinen (Routinen sind nicht gefährlich oder psychotisch, keine Sorge!), ein Starterkit mit Ohrstöpseln /Sonnenbrille /Sichtschutz und Vorhängen /parfümfreien Hygieneartikeln. Und los gehts!

Und nun wünschen wir Ihnen recht viel Freude mit Ihrem neuen Hausgenossen!

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Quickshot /Elefantengedächtnis

Es ging beim Frühstück um ein Zeitungsinterview. Der Dirigent Sir Simon Rattle sprach über seine autistische Schwester, und wie sie ihn beeinflusst hätte. Er schilderte von ihr eine ganze Reihe von Eindrücken und Verhaltensweisen, dabei kamen natürlich auch Dinge wie Spezialinteresse, Detailwissen und Detailgedächtnis zur Sprache.

Und jetzt hätte ich gerne Zeit, zwei altbekannte autistische Dimensionen in meinem Bild von Autismus miteinander zu verknüpfen.

Das eine ist das Detailwissen und „Elefantengedächtnis“, beides kenne ich von mir. Wobei ich mit „Elefantengedächtnis“ auch wörtliches Gedächtnis meine, also Erinnern von konkreten, lokal und räumlich gebundenen Kleinigkeiten statt eines allgemeinen Eindrucks, in dem Erinnerungen aus dem gleichen Zeitraum miteinander vermengt werden.

Das andere ist die im Unterschied zu Neurotypischen veränderte soziale Wahrnehmung, wiederum die Detailwahrnehmung und -fokussierung, die Notwendigkeit, sich im Kontakt vor einer Reizüberflutung zu schützen, und der Rückbezug auf eher stereotype Verhaltensmuster, weil die impliziten, schnell sich anpassenden Regeln für mich unsichtbar sind.

Und ich frage mich, wieviel das in Beziehungen von Autisten wohl ausmacht, um wieviel anders Autisten Freundschaften und andere Beziehungen wohl erleben? Wenn nicht nur die Gegenwart, sondern auch die gemeinsame Erinnerung anders strukturiert und anders gewichtet sind? Mein Bewußtsein von Vergangenheit ist ja vermutlich ein komplett anderes?

Wäre in meinen Augen eine spannende Forschungsarbeit, oder vielleicht gibt es das auch schon?
Update: http://www.netzpiloten.de/erinnerung-selbstwahrnehmung-autismus/?utm_content=buffer0a57a&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

Ein Ansatz zu der Frage

#Waswirnichtsehen…

Vor kurzem twitterte ich, daß ich möglicherweise „sozialen Selbstmord“ begangen hätte. Selbstredend war das scherzhaft gemeint. Also, mehr oder weniger…

Tatsächlich hatte ich nichts weiter getan, als auf Facebook meinen Geburtstag sichtbar einzustellen. Und damit befand ich mich sofort in nervöser Vorerwartung: würde irgendjemand darauf reagieren? Ich habe über 100 „Facebook-Freunde“, von denen ich nur eine (maximal zwei) Handvoll manchmal im realen Leben treffe. Ich war schon fast überzeugt, daß mir keiner gratulieren würde und meine soziale Existenz damit nachweislich verstorben.

Es wurde nicht so schlimm, im Gegenteil: an diesem Geburtstag haben mir so viele Menschen wie nie zuvor gratuliert. Von Facebook aus schwappte etwas nach Twitter und Whatsapp hinüber. Viele schickten mir einen Standardgruss, natürlich. Viele gratulierten aber auch sehr herzlich.

Wenn die Rede davaon ist, daß Autisten etwas nicht sehen, dann ist das meist gefolgt von einer Aufzählung ärgerlicher Defizite. Gemeint ist das nicht-Wahrnehmen subtiler, aus neurotypischer Sicht jedoch klarer kommunikativer Signale oder das nicht-Wahrnehmen stiller, gleichwohl als bekannt vorausgesetzter Übereinkünfte und Regeln. Autisten sehen und hören manchmal sprichwörtlich die Fliege an der Wand und rennen dann doch in der sozialen Interaktion mit dem Hirn immer wieder gegen dieselbe Wand, weil sie nicht sehen und nicht verstehen, wann sie anfangen oder aufhören sollen zu reden oder welche Worte und Beiträge in welcher Modulation und mit welcher Gestik und welchem Timing angemessen sind und und und. #Waswirnichtsehen hat dann unmittelbare negative Konsequenzen: der soziale Versuch scheitert, man wird links liegengelassen, traut sich recht bald auch nichts mehr zu und vermeidet diese sinnlosen Versuche, in Kontakt zu kommen.

#Waswirnichtsehen hat aber auch eine ganz andere Komponente, die nicht mit sichtbaren negativen Konsequenzen, sondern mit dem Fehlen positiver Konsequenzen zu tun hat. Wir Autisten übersehen nämlich habituell auch positive soziale Zeichen. Wir können nur ahnen, wann jemand mit uns Kontakt haben möchte, wer uns sympathisch findet oder wer uns gar bewundert.

Und wie oft mag mir schon die Sympathie von jemandem entgangen sein? Wie oft mag ich schon unnahbar erschienen sein und hab gar nichts mitbekommen, von dem, was zwischen den Zeilen ablief? Bemerkungen von Freundinnen, wer mich angeschaut hat. Irritierte Nachfragen von meinem Mann, warum ich auf ein Gespräch nicht eingegangen bin. Plötzlich eingefrorene Mimik und demonstratives Sich-Abwenden von mir, weil ich routiniert-freundlich und irgendwie distanziert war, weil ich das Interesse des Gegenübers nicht als persönlich an mir identifiziert hatte. Also, nicht schnell genug, aber darauf kommt es ja an. Und wie oft ging ich zu einem social event mit, in der vollen Überzeugung „die brauchen mich eh nicht, es ist egal, ob ich anwesend bin“, weil ich Autistin keine emotionale Sicherheit entwickeln konnte darüber, wie die Betreffenden zu mir stehen.

Generalisiert spiegelt sich das in diesem ganz speziellen autistischen Fremdheitsgefühl wieder, bekannt als „wrong-planet Syndrom“. Autisten nennen sich dann autländer oder outerspace oder Frau Anders, und jeder Autist weltweit kann sofort nachvollziehen, warum das so richtig ist.

So ein durchgehendes Fremdheitsgefühl kenne ich als Psychologin sonst nur von schwer persönlichkeitsgestörten, traumatisierten oder depressiven Patienten. Als Autist bekommt man es frei Haus geliefert, von Geburt an, ohne Retourenschein…

Und leider, dieses Positive, #waswirnichtsehen: es entgeht uns damit so viel! Hätte ich diesen Geburtstag anonym gelassen – ich hätte weiterhin nur schemenhaft gewußt, wieviele Menschen mich registrieren, wer mich schätzt und wer mich ins Herz geschlossen hat.

Gott sei Dank, ich hab mich getraut, und jetzt schweb ich noch ein Weilchen auf diesem frohen Gefühl!

Small world

So hieß vor ein paar Jahren ein Roman über einen Alzheimerkranken.

An den Titel denke ich jetzt öfter, wenn ich über meine älter werdenden Verwandten und Bekannten nachdenke. Sie werden älter, und sie lassen nach. Hören nicht mehr gut, sehen nicht mehr gut, werden vergesslich und kurzatmig. Und irgendwie parallel dazu ziehen sie sich in ihre eigene „kleine Welt“ zurück. Sie interessieren sich nurmehr für wenige Dinge, wiederholen sich, ihr Leben bekommt immer engere Grenzen. Aber ja, sie haben gelebt, so ist der Lauf der Dinge. Alte Bäume verpflanzt man nicht mehr, und das oberflächliche schnelle Leben der Jugend wird uninteressant.

Auch Autisten leben, mehr oder weniger gut sichtbar, in ihrer eigenen, abgegrenzten kleinen Welt. Einer Welt, die bleibt. Sie beharren auf Ritualen, verweigern sich neuen Erfahrungen, neuen Kontakten und fremdeln oft mit bekannten Kontakten, auch wenn sie diese mögen. Nie stell ich mich blöder an als in dem Moment, in dem mein Mann mit dem Telefon auf mich zukommt, und ich spontan mit einem Anrufer sprechen soll. Wenn er die Wäsche anders aufhängt, muß ich umdenken. Meine CDs höre ich monatelang. Und ich kann mich auswärts noch so wohlfühlen: zurück zuhause, bedeutet eine ganz besondere Erleichterung. Tür zu, den Nachbarn auskommen, Fenster zu.

Aber denke jetzt bitte keiner, daß ich das so halte, weil es mir gefällt. Oder gar, weil mich die Außenwelt (Menschen, Kontakte, Kultur, Sport) nicht interessiert.

Ich vermisse oft genug ein Sozialleben. Eine offene Tür, wo Freunde einfach mal kurz vorbeischauen: eine traumhafte Vorstellung. Nur: ich kann sie nicht umsetzen. Und wenn, ist mein Leben so anstrengend, daß ich Ruhe brauche. Also bin ich froh, wenn ich halbwegs ausreichend Ausgleichszeiten für mich alleine habe. Andererseits sind das Bedingungen, die depressionsfördernd sind: Isolation ist depressionsfördernd. Seine eigene Insuffizienz wahrzunehmen ist depressionsfördernd. Und gesteigert wird das Ganze, wenn man von außen in irgendeiner Form ausgegrenzt wird, sei es durch Ignorieren, Verhöhnen oder durch Schlimmeres.

In guten Momenten kann ich dieses ambivalente Dasein ganz gut annehmen. Kann aber auch sein, daß ich gefrustet bin, und kann auch sein, daß ich wütend bin, und dann auch wütend bin auf all die Hunderte „normalen“ Menschen um mich herum, die meist weniger können als ich, sich mit solchen Problemen wie ich nie herumschlagen müssen und zum Lohn dafür überall beliebt sind…

Nur eines bin ich nicht und war ich nie: ein sozial desinteressierter, unempathischer Verstandesmensch, dem die Mitmenschen einfach zu blöd sind.

Oder der, wie jetzt den sog. Amokläufern unterstellt wird, sich eigenbrötlerisch ein krudes Weltbild ausdenkt, mit dem er dann rächend auf die Welt losgeht, einfach nur, weil er es für richtig hält.

Nein, Autismus heißt, begrenzt sein, mehr, als man möchte. Ausgegrenzt werden heißt, nahezu aller Chancen beraubt sein, an dieser Begrenzung etwas zu ändern. Beides sind manchmal sehr emotionale Zustände.

Wäre es anders, Autisten wären vollkommen unsichtbar.

Und niemand würde aus diesem Grund mehr Amok laufen.

 

 

 

Quickshot /aut of order

Zum Beispiel heute Abend.

Perfekter Abend. Warm, angenehm. Wein im Kühlschrank, Eis im Tiefkühler. Gute Stimmung. Freie Zeit. Ich kann mich ausbreiten und entscheiden: schau ich Fussball, geh ich auf die Terrasse? Und wenn, lese ich mein Buch weiter (ich lese noch Bücher, ich hab sonst kein Problem, mich zu konzentrieren)? Höre ich Musik? Fachliteratur? Demnächst zwei social events, wo ich vorplanen könnte. Ich hab zwei private Schreibprojekte laufen. Sogar eine schnell umsetzbare Idee für eine Serie von Zeichnungen. Niemand stört mich, niemand lenkt mich ab.

Und auf all diese Dinge hätte ich richtig Lust!

Tatsächlich mach ich nichts davon, sieht man vom TV ab und davon, daß ich jetzt hier tippe, um meinen Frust abzuladen. Denn in 1 Stunde muß ich nochmal aus dem Haus, um etwas abzuholen.

Das reicht, um mich zu blockieren bei all meinen schönen Ideen.

Das ist keine Angst, keine soziale Phobie, kein Mißmut, weil ich die Füße noch nicht hochlegen kann. Das ist etwas höchst Autismusspezifisches. Es reicht nämlich, daß da heute etwas anders ist. Etwas Kleines, kaum 10 Minuten wird es mich kosten. Aber: es ist anders. Mein Abend ist anders getaktet Bei dem, was ich zu tun habe, kenn ich den Ort, und kann ich alle einzelnen Aktionen, alles schon oft gemacht. Aber nicht genau so wie heute.

Wie mag ich das einem NT erklären? Es ist so, wie wenn man telefoniert und gleichzeitig muß man ein rohes Ei balancieren. Das geht nur sehr langsam, und die Aufmerksamkeit wird vom Gespräch immer wieder abgezogen. Da kann der Platz noch so chillig sein und das Gespräch noch so nett: so lange das rohe Ei nicht abgelegt ist, ist keine innere Ruhe.

Blöd genug.

Gedankensplitter /Halt oder Fessel?

„I like when socialising is easy, when I don’t have to prove anything“

/Quote by @elsaess auf twitter

 

Es ist wahr, ich habe ein whatsapp-Konto, aber das ist für mich schon revolutionär. Ich bin sozial am lebendigsten in meiner Familie, dann in meiner Arbeit, dann auf twitter, und irgendwo danach auf facebook oder in der Nachbarschaft oder Bekanntschaft oder so. Ich nutze Facebook so, wie ich mit Bekannten kommuniziere: ich lasse mich mal blicken, sorge dafür, daß ich irgendetwas beitrage, daß „man“ meine Anwesenheit und mein Interesse wahrnimmt, und das war es dann. Seltenst fragt jemand nach mir. Ich hab auch Geburtstage konsequent ausgeschlichen, nur noch meine Familie gratuliert.

Ich kenne zwei Verdachtsautisten (ich nenn sie so, sie wissen es nicht). Bei beiden hab ich in der Beziehung mitbekommen, was vielleicht überall zwischen Autist und NT  zum Streitfall wird:Eine Zeit lang läuft der Alltag so dahin, dann kommt eine stressigere Phase, und plötzlich wird dem Partner /der Partnerin bewußt, daß so ein/e Autist/in sich so gar nicht um weitere soziale Kontakte kümmert, solange der Alltag klappt. Er hat seine Aufgaben, seine Routinen, alles andere interessiert ihn scheinbar nicht. Das wirkt wohl wirklich desinteressiert oder auch mal arrogant, wenn ich z.B. auf die Do(o/r)ftussen zu schimpfen anfange, mit denen ich eh nichts zu tun haben will. Dabei ist dieses Schimpfen schon eine Art, sich gegen Überforderung oder Anpassungsdruck zu wehren. Denn der Alltag ist für sich schon anstrengend genug, dann noch Leute anrufen oder sich an Leute anpassen, die mit mir so, wie ich im Grunde bin, nichts, aber auch gar nichts anfangen können…

Jedenfalls gibt es dann Streit, Vorwürfe, Frust. Der NT-Partner ist gefrustet, weil er initiativ werden muß. Der A-Partner ist gefrustet, weil er ja gar nicht so anti-sozial sein möchte, allein, die Ressourcen reichen nicht. Bei mir ist es so. Ich bin nicht gegen Kontakte, und ich möchte kein Eigenbrötler sein. Aber ich bin meist richtig dankbar und erleichtert, wenn sich ohne mein Zutun eine Verabredung ergibt. Oft macht mir der Kontakt Spaß, und auch wenn ich zu k.o. dafür bin: es interessert mich immer, wie es den anderen so ergeht.

Jedenfalls hab ich ein whatsapp-Konto, das sonst nur alle paar Wochen aktiviert wird, wenn mein Pseudo-Stammtisch sich treffen will. Die anderen Damen haben ja genug Gelegenheit, sich über den Weg zu laufen und zu tratschen, nur an mir läuft das vorbei.

Aber heute, heute hab ich plötzlich 3 Menschen gleichzeitig online gehabt. Die oben genannten Verdachtsautisten. Und einen früher schon erwähnten Bekannten. Und das war so erholsam und angenehm! Ich wünschte, alle meine privaten Kontakte könnten so sein: Kurz. Schweigen erlaubt. Keine langen Einleitungen, keine tausend Umschreibungen, keine ewig zelebrierte Verabschiedung. Trotzdem einig sein. Trotzdem akzeptiert werden. Eine Erklärung, aber keine Entschuldigung, wenn man sich länger nicht gemeldet hatte. Diese ganzen pflichtschuldigen NT-Rituale vernachlässigen zu können (und nein, das ist KEIN mangelnder Respekt), die NTs insgeheim auch oft als zermürbend empfinden. Ich empfinde sie meist als „naja, muß halt“, manchmal als belustigend, und wenn ich selbst müde bin, empfinde ich sie als schwachsinnig und als Strafe.

Es ist ein zehrendes und einengendes Gefühl, dauernd unter diesem Druck zu sein, etwas Bestimmtes sein zu müssen. Ich kann das mitspielen, sogar nachvollziehen, wozu das gut sein soll – aber ich kann daran bis heute nichts Vergnügliches finden. Es engt mich ein auf wenige Rollen, in die ich schlüpfen kann, um dabei zu sein.

Wie schön und tiefenentspannt, jemand um sich zu wissen, der nur ist. Bei dem man nur ist.

Déjà vu

Cave: In diesem Text schreibe ich stereotyp von Autisten, gemeint sind alle, die dem Spektrum zugehören. Ich differenziere nicht weiter, weil ich es selbst als Spektrum wahrnehme, als condition, die bei jedem Betroffenen gleiche Grundzüge hat, aber in seinen Dimensionen und in seiner Bewältigung dann doch sehr unterschiedlich nach außen wirken kann.

In meiner TL hat es wieder einmal gekracht. Ich hab nicht viel davon mitbekommen. Aber zwei von mir gleichermaßen geschätzte Twitterer und Blogger folgen sich jetzt nicht mehr, der Kontakt wurde abgebrochen, scheinbar ohne „Aussprache“ geblockt. Die beiden Texte „MittelSchwerLeicht“ und „ÜberschritteneGrenzen“ geben einen Eindruck vom Thema. Dieses Thema taucht nicht zum ersten Mal auf, seit ich online mit Autisten connected bin, daher der Titel. Einer wirft dem nächsten vor, sich als etwas Besseres zu fühlen, sich über andere zu erheben, den anderen damit abzuwerten. In diesem Fall der Vorwurf, Kanner-Autisten als etwas weniger Gescheites zu behandeln, sich als Asperger-Autist arrogant zu inszenieren. Oder es werden Diagnosen bezweifelt, Ferndiagnosen angestellt, Promi-Autisten und Aktivisten hervorgehoben oder angegriffen.

Solche Grabenkämpfe kenne ich nicht bei anderen Gruppen, sei es bei Kranken oder Behinderten. Jedenfalls nicht in dieser Ernsthaftigkeit. Was wären das auch für Vorwürfe: „Was, du bist nur auf einem Auge blind? Du kannst nicht mitreden!“ „Bist du etwa besser, weil du Borderline und Trauma hast?“

Ich frage mich, woran das liegt? Mir fallen einige Gründe ein, neben dem, daß es wohl menschlich ist, sich zu streiten und gegenseitig in Schach zu halten.

Da ist natürlich der Faktor online-Kommunikation. Sie lässt einem zwar mehr Zeit, nachzudenken, bringt aber auch Unsicherheit mit sich, und manchmal muß man einige Male hin- und hermailen, bis man sich wirklich verstanden hat. Wenn man sich die Zeit nimmt: ich werde da schnell ungeduldig. Das geht direkt im Gespräch besser und mit viel weniger Umstand.

Da spielt natürlich auch die autistische Neigung zur Sturheit mit rein. Diese Unflexibilität im Denken oder dieser Unwillen, sich auf die Denkweise eines Anderen einzulassen, wenn man für sich etwas glasklar als richtig annimmt. „Bist du richtig Autist? Dann musst du aber…“ Ich kann bei meinen Kindern da manchmal nur den Kopf schütteln, wenn ich deren Prinzipienreiterei so beobachte: aber ehrlich, ich bin da auch nicht frei von. Absprachen mit mir sind nicht immer angenehm…

Am meisten fällt mir aber immer wieder auf, wie riesengroß die Erleichterung ist, wenn ein Autist irgendwann im Leben begreift, was mit ihm los ist. Wo er dazugehört. Daß es Menschen gibt, die sind wie er/sie. Autisten haben nicht nur ein gewisses Risiko, ein zwischenmenschliches Trauma zu erleiden (weil sie am Rande und ungeschützter sind, sozial nicht so fit, sich oft nicht wehren können) – ihr Leben ist oft, mindestens bis zur Diagnose, an sich traumatisierend. Damit meine ich: sie sehen sich immer in der Gefahr, wichtige soziale Unterstützung zu verlieren, ausgestossen und abgelehnt zu werden, und sind dabei gleichzeitig hilflos. Denn weder verstehen sie, was da passiert, noch, wie sie es ändern können. Das ist kein Trauma nach den ICD10-Kriterien, aber im Kern sehr ähnlich. Und plötzlich gibt es etwas anderes, plötzlich gehört man dazu, wird akzeptiert, sogar geschätzt!

Die meisten Autisten, glaube ich, machen den Autismus zu ihrem Spezialthema. Die frühere Hilflosigkeit (die ja nicht einfach weg ist) bringt es mit sich, daß man höchst fasziniert bei dem Thema hängenbleibt, es wieder und wieder durchdenkt.

Dann kann, meiner Ansicht nach, auch Folgendes passieren: die neue Identität wird einem so kostbar, daß man niemanden  „Fremden“ da reinlassen will, Sicherheit ist erwünscht. „Bist du richtig Autist? Oder nur „xy“- dann verstehst du mich nicht und schadest mir nur“.

Man will sich auch von niemandem mehr etwas ausreden lassen. Man will diese seine Identität festhalten können. Und: NIE MEHR fremddefiniert sein, nie mehr abgespeist oder abgetan, so wie man es sein ganzes vorheriges Leben kannte.

Und man will partout jetzt dazugehören, alles Trennende muß weg, alle sollen die gleichen Möglichkeiten haben… Man wird hypersensibel auf Versuche der Separation, egal auf welcher Ebene. egal bei wem. Jedenfalls, bei mir ist das so.

Und  warum ich das Ganze schreibe? Weil mir, Streit und Blocken hin oder her, an den Beteiligten viel, viel mehr Gemeinsames auffällt als Trennendes…

 

Quickshot /Die will doch nur spielen…

s.a. „Der meint es doch nicht so“, „Ist doch nicht so schlimm“, „Das sagt man halt so, wenn man sauer ist“ oder „Das darf man nicht so ernst nehmen“.

Der CSU-Politiker Peter Ramsauer (er ist promoviert, aber den Dr. vor dem Namen wollte meine Hand einfach nicht tippen…) wird beschuldigt, in Athen einen Fotografen als „dreckigen Griechen“ tituliert zu haben, auf deutsch und auf englisch, spontan aus einem Ärger heraus. Am gleichen Tag kam meine Schwiegermutter wie sonst auch ein paar Minuten auf einen Ratsch vorbei. Es ging um die EM, um #GERITA, und dabei redete sie sich unvermittelt kurzzeitig in Rage. Über Özil, was er für ein Drecksack sei, weil… es folgten Beweise seines miesen Charakters. Türke halt, nicht vertrauenswürdig.

(Nebenbei, ich habe Ausländer in meiner Herkunftsfamilie). Die Szene endete nicht im offenen Streit, aber im Unfrieden, weil ich, von im Allgemeinen erwartet wird, ruhig und harmonisch zu reagieren, geschockt war und nicht mehr willens, mich ruhig und harmonisch zu geben. Statt dessen konfrontierte ich sie damit, reichlich konfus daherzureden, und mein Mann bemühte sich um Ausgleich.

Ich hätte vielleicht einfach geschäftig aufstehen sollen. Alte Bäume verpflanzt man nicht, und umerziehen lassen sie sich auch nicht mehr. Sie hat ja nicht mich gemeint.

Andererseits, auch alte Misanthropen dürfen wählen gehen, und Zeit genug, geradeaus denken zu lernen, hätte sie schon gehabt.

Mein Mann versuchte, mich zu beruhigen. Ich würde seine Mutter doch kennen, ich wüßte doch, daß sie oft unüberlegt irgendetwas behaupte. Ich versuchte, mich damit zu beruhigen. Ich kenne die Menschen hier auf dem bayerischen Land und habe mich daran gewöhnt, geduzt zu werden oder an Schimpfkanonaden. Ich will auch nicht stur erscheinen, so wie mein Sohn manchmal Prinzipien reitet und kein Fünkchen Nachsicht aufbringt für Raucher und andere inkonsequente Menschen. Mir ist halbwegs klar, daß ein Teil meiner Empörung mit meinem Autismus zu tun hat. Mit dem Konkretismus und der Abneigung oder Unfähigkeit, zu lügen und der Abneigung gegen jedwede Doppeldeutigkeit. Ich sage selbst möglichst nur Dinge, die ich meine. Gesagt ist meist auch getan. Und bevor ich emotional jemandem etwas an den Kopf werfen kann, habe ich Zeit verbraucht, alles korrekt im Kopf vorzusprechen. Bis ich mein Plädoyer beginne, weiß der Andere schon nicht mehr, was das Thema war. Ich will niemanden beleidigen, dann tue ich es auch nicht. Und dummerweise kann ich es schlecht unterscheiden, ob jemand Anderes sich im Zorn nicht im Griff hat oder wirklich auf jemanden herabschaut.

Also doch Nachsicht?

Aber ich bin halt auch Psychologin.  Viel, viel zu gut weiß ich, daß Worte der Boden für Gefühle, Entscheidungen und Taten sind. Ändere dein Denken, und staune, welche Änderungen möglich sind. Ich habe auch aus erster Hand zu viele Geschichten gehört, vom Krieg in Bosnien, in Afghanistan, in Gesellschaften, in denen Menschen sich darauf verließen, daß schlechte Worte schon nichts bedeuten. Aber sobald es erlaubt schien, wandelten sich Haßgedanken in Haßtaten um. Und wir erleben die Transformation auch bei uns. Nicht überall, aber das Netz könnte sich zuziehen.

Und Özil schießt das Tor, jetzt gerade, und freut sich wie ein Schneider.

Nein. Keine Toleranz für solche Gedanken, gleich ob aus Haß, Dummheit oder Unbedachtheit.